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Die Todesanzeige


Zweck einer Todesanzeige ist es, den Tod einer Person öffentlich bekannt zu geben. Sie wird veröffentlicht, um den ganzen Bekanntenkreis zu informieren. Die Todesanzeige ist nicht zu verwechseln mit dem Leidzirkular. Das Leidzirkular geht an die Angehörigen und Freunde des Verstorbenen. Es wird per Post geschickt, um über den Todesfall und die Abdankung zu informieren, damit sich die Angehörigen entsprechend organisieren können. Die Todesanzeige hat informativen Charakter und kann vor oder nach der Trauerfeier veröffentlicht werden.

Ein kleiner Text, der durch ein paar Regeln geregelt ist. Entdecken Sie sie im Rest unseres Artikels.

Wie schreibt man eine Todesanzeige? Todesanzeigen sind nach präzisen Mustern aufgebaut. Wir unterscheiden vier Teile. Sie werden am häufigsten wie nachfolgend beschrieben dargestellt. Einige Teile können aber auch umgestellt oder vertauscht werden. 

Teil 1:

Im ersten Teil werden die den Tod meldenden Personen vorgestellt (Anrede, Vorname, Nachname und Verbindung zum Verstorbenen). Traditionsgemäss werden die aufgelisteten Personen in einer bestimmten Reihenfolge aufgeführt, je nach familiärer Situation.

Wenn der Verstorbene verheiratet war oder im Konkubinat lebte:

  1. Ehegatte oder Partner
  2. Kinder und/oder Enkel mit ihren Partnern
  3. Die Geschwister mit ihren Partnern
  4. Die Eltern
  5. Eventuell Neffen, Nichten, Onkel und Tanten

Wenn der Verstorbene ledig war:

  1. Die Eltern
  2. Die Geschwister mit ihren Partnern
  3. Eventuell Neffen, Nichten, Onkel und Tanten

Arbeitskollegen, Freunde, das Unternehmen oder der Verein, in dem der Verstorbene Mitglied war, können ebenfalls aufgeführt werden. Wenn der Verstorbene geschieden war, können je nach Beziehung die „Ex“-Frau oder der „Ex“-Mann angegeben werden.

Es ist auch möglich, zuerst die Orte anzugeben, an die sich die Anzeige richtet.

Dieser Abschnitt wird mit viel Feingefühl geschrieben, da sich dadurch Personen verletzt fühlen können. Aufpassen, dass kein Familienmitglied vergessen wird. Bei Patchworkfamilien ist besondere Vorsicht geboten.

Teil 2:

Dieser Teil beginnt mit einem Satz zur Bekanntgabe und stellt den Verstorbenen vor. Die Vornamen, der Nachname und das Alter des Verstorbenen sowie Sterbeort und -datum werden angegeben. In bestimmten Fällen können auch sein Grad, seine Orden oder sein Titel sowie sein Beruf hinzugefügt werden. Wenn der Verstorbene seinen Partner verloren hat, kann vor dem Namen „Witwer“ oder „Witwe“ angegeben werden. Wenn der Verstorbene neben seinem Ehegatten beigesetzt wird, kann angegeben werden „Er/Sie wird neben seiner/ihrem Frau/Mann beigesetzt“. Bei verheirateten Frauen wird normalerweise auch der Ledigname angegeben: „Frau X geborene Y“.

Teil 3:

Hier stehen Informationen über die Art der Beisetzung (Kremierung oder Beerdigung) und über die religiöse Feier. Schliesslich werden Datum, Uhrzeit und Ort der Feier angegeben. Die Familie kann informieren, dass der Abschied im engsten Familienkreis erfolgt und Angaben zu Blumen und Kränzen machen. Beispielsweise kann anstelle von Blumen eine Spende vorgeschlagen werden. „Anstelle von Blumen und Kränzen gedenke man mit einer Spende der Vereinigung für die Erforschung seltener Krankheiten.“ Wenn die Todesanzeige nach der Abdankung veröffentlicht wird, muss dies erwähnt werden, zum Beispiel: „Die Trauerfeier hat im engsten Familienkreis stattgefunden.“

Teil 4 (optional):

Am Schluss können Sie die Hauptadresse der Familie für den Erhalt von Kondolenzschreiben angeben. Die Todesanzeige kann das Leidzirkular ersetzen. In diesem Fall endet der Text mit dem Satz „Gilt als Leidzirkular“.

Für eine persönlichere Würdigung kann die Todesanzeige als Gedicht oder in Prosa formuliert werden, damit die beruflichen und menschlichen Qualitäten de Verstorbenen besser hervorgehoben werden.

Wie wird die Todesanzeige formatiert? Wie beim Text gibt es auch hier einige Grundregeln:

  • Interpunktionen vermeiden
  • Eigennamen werden gross geschrieben
  • Der Name des Verstorbenen steht in der Mitte
  • Zwei Zeilen pro Person oder Paar: die 1. Zeile mit dem Namen und die 2. Zeile mit dem Verwandtschaftsgrad
  • Wenn Sie verstorbene Personen angeben möchten (zum Beispiel Eltern oder Kinder des Verstorbenen), werden diese normalerweise mit einem kleinen Kreuz in Klammern gekennzeichnet
  • Insbesondere bei elektronischen Versionen kann gegen zusätzliche Gebühr ein Foto hinzugefügt werden
  • Je nachdem, was Sie ausdrücken möchten, kann ein Symbol angezeigt werden (Kreuz, Davidstern, Taube,...)

Obschon für Todesanzeigen bestimmte Regeln gelten, handelt es sich nicht um ein starres Gebilde. Es steht den Hinterbliebenen frei, diese Regeln zu ignorieren, um eine persönlichere Anzeige zu gestalten.

Was ist zu tun, damit die Anzeige veröffentlicht wird? Wenn die Todesanzeige über die Trauerfeier informiert, ist es empfehlenswert, sie zwei bis drei Tage vor der Abdankung zu veröffentlichen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten:

  • In den digitalen und Printmedien: Kontaktieren Sie die gewünschte Zeitung; Sie werden entsprechend weiter verbunden. Dort können Sie den Text diktieren und das Datum für die Veröffentlichung festlegen. Für eine Veröffentlichung am nächsten Tag ist eine Meldung bis spätestens Anfang Nachmittag nötig.
  • Das Bestattungsinstitut: Es kann sich um die Sterbeurkunde kümmern. Dieser Dienst wird verrechnet.
  • Eine Website: Die Todesanzeige wird auf der Website geschaltet. http://www.deces.ch/B/index.php?I=de
  • Es gibt auch Websites wie beispielsweise hommages.ch; diese Site übernimmt die Todesanzeigen aus 24heures und der Tribune de Genève. Angehörige und Freunde können über diese Seite Würdigungen versenden.

Wie viel kostet die Veröffentlichung? Der Preis hängt von der jeweiligen Zeitung (Lokalblatt oder nationale Zeitung, Bekanntheitsgrad) und von der Textlänge (pro Zeile oder Wort berechnet) ab. Die Kosten liegen zwischen 500 und 1000 Franken. Auf deces.ch kostet die Veröffentlichung auf der Website CHF 105 pro Kanton. In den Printmedien variiert der Preis, zum Beispiel Fr. 1,81 (exkl. Steuern) pro Spalte und Millimeter.

Bin ich verpflichtet, eine Todesanzeige zu schalten? Es gibt keine rechtliche Verpflichtung, eine Todesanzeige zu schalten oder Leidzirkulare zu versenden. Es ist eher eine Tradition. In bestimmten Gemeinschaften kann so dem Verstorbenen Raum und Würdigung zuteil werden. Die Familie kennt nicht immer alle Personen, mit denen der Verstorbene Kontakt hatte. Mit der publizierten Anzeige können viele Menschen erreicht werden. So wird niemand vergessen.

Die Geschichte der Todesanzeige

Todesanzeigen gibt es seit dem Mittelalter. Damals wurde der Tod mündlich mitgeteilt. Der „Totenglöckner“ rief den Namen des Verstorbenen sowie Datum und Zeit der Abdankung aus. Dabei hielt er Passanten an, für die Seele des Verstorbenen ein Gebet zu sagen und ein Glöckchen zu läuten. Es war Sitte, dass jeder Angehörige des Verstorbenen dem Glöckner ein Glas anbot, so dass sich dieser am Ende des Tages oft kaum mehr an die Namen und Daten der Abdankungen erinnern konnte. Nach der Erfindung des Buchdrucks wurden die Todesanzeigen auf Mauern oder an den Kirchentüren angeschlagen. Die Nachrufseiten kamen mit der Demokratisierung der Presse; die Todesanzeigen wurden in den Zeitungen veröffentlicht. Auch heute werden noch Anzeigen in den Medien veröffentlicht; die Tendenz geht jedoch immer häufiger Richtung elektronische Anzeige.

 

Auf tooyoo können Sie den Text der Todesanzeige und des Leidzirkulars erstellen und speichern. Ausserdem können Sie ein Adressbuch mit den Namen und Adressen aller Ihnen nahestehenden Personen bereitstellen, um Ihren Angehörigen die Arbeit zu erleichtern.